Mit Begeisterung zum Erfolg, aber wie?



Wenn große Begeisterung alleine ausreichen würde, damit wir unsere Ideen schnell, geschwind und sofort umgesetzt bekommen und alle unsere Ziele schleunigst erreichen, dann wäre das absolut großartig – es ist nur leider nicht so. Niemals nicht und bei niemanden.

Ohne echte Begeisterung allerdings ist jedes Tun nur noch fürchterlich fade. Dann ist es eine brave Pflichterfüllung, ein ödes Abarbeiten, ein routiniertes Erledigen. Es fehlt jedoch der zündende Funke, die Freude, der Spaß, das Mitreißende.

Wenn der Adrenalinspiegel zu gering ist, braucht man eigentlich gar nicht erst anzufangen.

Ohne Begeisterung, weckt man wenig bis kein Interesse bei anderen. Weder bei den Mitstreitern, Kollegen, Partnern oder den Kunden. Und schon gar nicht bei sich selbst. Und wenn ich schon nicht will, wie sollen dann andere überzeugt werden? Eben!

Also ist die Begeisterung für ein Produkt, ein Vorhaben, ein Ziel etwas, das positiv stimuliert, das uns über Niederlagen, Misserfolge, Täler und manche Träne hinweghilft – ist Begeisterung quasi das Lebenselixier für neu zu Schaffendes.

Jetzt sind wir oftmals zu Beginn eines Vorhabens außerordentlich begeistert, sind höchst angetan, ungeheuer euphorisch und voller positiver Energie… wir sehen uns vielleicht auch schon glücklich am Ziel, auf dem Siegertreppchen, mit dem Pokal im Arm, dem neuen Vertrag in der Hand, dem innovativen Produkt vor uns… wir fühlen, schmecken und riechen das Erfolgserlebnis vielleicht sogar schon…

…aber dann passiert auf dem Weg vom Start zum Ziel oftmals etwas ganz anderes wie Ernüchterung, Zweifel, Konditionsschwäche, Unbill, Ermüdung, Frust oder Überforderung.

Muss es wirklich jetzt sein?

Und das kann leider verflixt schnell passieren, dass aus dem grandiosen Vorhaben, welches man sich begeistert bereits in der Vollendung vorgestellt hat, ein: „Muss es wirklich (jetzt) sein?“ wird.

Woran liegt das? Und wie lässt sich das verhindern?

7 ultimative Regeln, um die Begeisterung für ein Ziel nicht zu verlieren!

1. Jedes Ziel muss zunächst klar definiert und formuliert werden.
Unkonkrete Wischiwaschi-Ziele wie „erfolgreicher sein“ sagen nämlich noch nichts darüber aus, was hierfür getan werden sollte und kann. Was schon da ist, was noch erobert (oder gelernt) werden muss. Welche Unterstützung man benötigt. In welchem Zeitraum das Ganze passieren soll und so weiter…

2. Klein anfangen.
Ganz klein anfangen. Noch kleiner anfangen. Bitte! Ein Beispiel aus dem Leben: Stell‘ Dir vor, Du hast Dir vorgenommen, Deinen mistigen, überfüllten, nicht mehr begehbaren Keller endlich aufzuräumen. Mit großer Begeisterung fantasierst Du vor Dich hin wie alle rund 100 Bücherkartons ausgepackt sind, die Lieblingsbücher übersichtlich wie schön sortiert in den neuen Regalen stecken, wie „old stuff“ in den Müll wandert, noch Erhaltenes an Kleinmöbeln, Lampen etc. verschenkt oder verkauft wird… der große Raum sauber blitzt, Du bald alles auf den ersten Blick wiederfindest an Werkzeug und Malerutensilien… und Du Dich in Deinem Keller überhaupt wieder frei bewegen kannst, ohne von Pappkisten versehentlich erschlagen zu werden.

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt und im Gehirn

…und dann gehst Du in den Keller und bist erschlagen, allein vom Anblick dieses Chaos. Denn es gibt neben den 100 Bücherkisten noch zig andere, nie ausgepackte Umzugskartons. Deren Beschriftung lässt zu wünschen übrig. Alles steht kreuz und quer. Es gibt kaum Wege hindurch… es ist dunkel, es riecht muffig, es ist ungemütlich - es ist kein wichtiges Ziel mehr.

Weshalb Vorhaben auf später bis nie verschoben werden.

Was passiert in diesem Moment? Das Aufräum- und Entrümpelungs-Vorhaben wird auf später bis nie verschoben. Scheint diese Mammut-Aufgabe doch einfach zu überwältigend und viel zu groß, um sie (alleine und auf einmal) bewältigen zu können.

Hier hilft nur eins: Sich gar nicht erst vornehmen, alles schaffen zu wollen. Sondern mit einer Ecke anfangen. Und es ist völlig egal, mit welcher großen oder kleinen, verheißungsvollen oder langweiligen Kiste und mit welcher klitzekleinen Ecke man beginnt.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Das Interessante und Verblüffende wie Charmante bei dieser Methode der kleinen, sehr kleinen, allerkleinsten Schritte.. die Begeisterung und die Lust am Vorhaben wachsen kontinuierlich. Wenn Du Dir vornimmst: „Heute packe ich 3 Kisten aus.“ Dann wirst Du garantiert nach der dritten, Dir die vierte schnappen, dann die fünfte… denn Du erlebst kleine, feine Erfolgserlebnisse (es entsteht Raum im Keller, die vollen Kisten werden sichtbar weniger) und Du hast keinen Druck dabei! Du hast Dein Soll erledigt (3 Kisten!), Du warst erfolgreich und alles andere danach ist quasi lustvolle Freiwilligkeit!

Wer mit 3 Kisten beginnt, hat plötzlich den halben Keller geschafft – wie von alleine. In einer glücklichen Ich-tue-es-jetzt-Trance.

3. Sich niemals zu großen Druck machen
Wenn wir uns zu große Ziele auf einmal vornehmen, müssen wir kapitulieren. Schließlich geht auch kein Mensch zu einem ersten Sport-Training, um damit gleich die Olympia-Qualifikation zu schaffen.

Nein... es beginnt mit Aufwärmen, ersten leichten Übungen, langsamen Steigerungen... und das alles unter Mithilfe von Trainern.

Wenn das Vorhaben nicht in Teilabschnitte eingeteilt wird, werden wir es nie schaffen können. Der Druck ist so groß, dass allein dieser uns handlungsunfähig macht.

Ob Telefon-Aqkuise oder Neujahrs-Vorhaben.. all‘ das scheitert an dem zu-viel-auf-einmal, an der zu-großen-Menge...

4. Unterstützung holen – mach‘ es nicht alleine!
Wir sind oftmals in der Euphorie so überschwänglich drauf, dass wir völlig vergessen, dass wir andere brauchen und brauchen dürfen, um ans Ziel zu kommen.

Um in unseren (noch) ungemütlichen Keller zurückzugehen… wie viel mehr Spaß macht es, Freunde zu bitten, uns zu helfen. Oder einen professionellen Entrümpelungs-Service. Oder die Putzfrau/den Putzmann als Begleitung für das Aufräum-Manöver zu engagieren. Hilfe holen ist erlaubt!

Gemeinsam hat man schnelleren Erfolg und viel mehr Spaß! Und zudem noch Austausch statt Einsamkeit.

5. Humor nicht verlieren.
Wir scheitern viel zu oft an unserer Verbissenheit. Über sich selbst lachen zu können, wenn man merkt, dass man sich verdattelt hat, ist die beste Arznei gegen schlechte Laune oder das Aufgeben-wollen-Gefühl!

Wir schaffen oft viel weniger als wir dachten oder wollten, na und?

Dann geht es eben etwas langsamer voran.

Wer sich selbst nicht verzeihen kann, dass er auch nur ein Mensch ist… und keine perfekte ich-zieh-das-jetzt-mal-durch-Maschine, wird viel eher auf der Strecke bleiben als die Gelassenen, mit sich Entspannten.



6. Liebe Dich selbst
Das klingt vielleicht jetzt ein bisschen merkwürdig, dass Selbstliebe sogar etwas mit dem Erfolg einer Keller-Aufräumaktion zu tun haben kann, aber es ist so.

Wer sich selbst gern hat, der verlangt von sich nicht zu viel auf einmal und der agiert auch nicht gegen die eigenen Interessen - das Auspacken von 100 Kisten am Stück bei schlechter Luft und noch schlechteren Lichtverhältnissen wäre schlichtweg nicht anderes als gesundheitsschädigend.

Wer sich liebt, der boykottiert sich auch nicht selbst.

Der agiert nicht gegen die eigenen Interessen. In unserem Beispiel wäre das: Noch weiteren „Müll“ aus der Wohnung in den Keller zu packen und mit einem Wein auf’s Sofa vor den Fernseher und das Vorhaben bei einer einfältigen Tele-Soap vorerst zu verdrängen.

7. Morgen ist auch noch ein Tag = falsch!
Sicher ist morgen auch noch ein Tag… aber die Selbstachtung schwindet, wenn man gar nicht erst angefangen hat, wenn wieder alles verschoben wurde.

Wenn wir uns einreden, es ginge ja auch ohne…

Die Begeisterung kommt mit den ersten Schritten. Die Lust am Machen, die Freude am Aufbauen, der Spaß am Das-Ding-Durchziehen.. das alles kommt, und zwar step by step.

Von daher:
Denke groß, beginne klein – und suche Dir Mitstreiter, die Dich unterstützen.

Du wirst von Deinen Ergebnissen begeistert sein! Versprochen.


©Silke Samel für fan-manufaktur - Das WIR zukunftsbefähigen. Die Organisation für Unternehmensexzellenz.