Mein Buch - oder doch ein Plagiat?



"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Beobachtet man Eltern und ihre Kinder, stellt man häufig fest, dass sie sich je älter sie werden nicht nur äußerlich ähneln - oft zeichnen sich auch ähnliche Charakterzüge und Charaktereigenschaften ab. Die Kinder als Episode 2 und Fortsetzungsroman der Eltern - die Geschichte wird fortgeschrieben. Von Generation zu Generation. Familientraditionen und ein weit in die Vergangenheit reichender Stammbaum entstehen.

"Gleich und gleich gesellt sich gern." Auch in Unternehmen ist zu beobachten, dass Führungskräfte gerne die Mitarbeiter einstellen, die ihnen selbst , ihren Motiven und Wertvorstellungen ähnlich sind - und somit sympathisch - die Chemie stimmt! Es wird nur nicht wirklich spannend, wenn man Wasser mit Wasser vermengt. Wasser mit bestens geheim gehaltenen Rezeptzutaten ergeben ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk - und schmeckt nach mehr. Und fügt man diesem noch ein Kaubonbon hinzu - hat es eine explosive Wirkung. Sauerei garantiert - aber auch Kreativität, andere Ideen, andere Sichtweisen - Weiterentwicklung, Fortschritt und Innovation.

"Uns gibt es nur im Doppelpack." Ein schöner Satz und ein schönes Zeichen für Zusammengehörigkeit, Verbundenheit und Gemeinsamkeit - birgt aber auch die Gefahr, dass eine Harmonie aufrecht erhalten wird, die keine anderen Interessen oder Meinungen zulässt: Untereinander nicht und auch Andere ausschließt. Sich auf das WIR einlassen - aber das ICH dabei nicht vergessen.

Wenn irgendwann einmal das Buch meines Lebens aufgeschlagen wird, will ich, dass der Leser meine Geschichte liest. Das Buch trägt meinen Titel, meinen Einband - und damit auch mich, meine Persönlichkeit und mein Leben als Inhalt. Diese 5 Plagiatsvermeide helfen dabei, das sicherzustellen.

Authentizität
Bin ich wie ich bin - und bin ich wie ich sein will? In welcher Situation verhalte ich mich wie? Mit wem umgebe ich mich? Verstelle ich mich bei bestimmten Menschen und übernehme ich deren Schreibstil oder gebe ich sogar komplett meinen Stift aus der Hand - lasse andere in meinem Buch schreiben? Übernehme ich unreflektiert Meinungen oder Vorgaben oder mache ich mir ein eigenes Bild, hinterfrage ich und komme zu eigenen Meinungen und Entscheidungen? Das Original sein.

Selbstreflexion
Wie fühle ich mich? Was sind meine Motive? Was spüre ich in mir? Wenn ich mich selbst daten würde: Was müsste ich mich fragen, um mich - tatsächlich mich - kennenzulernen? Würde ich mich mögen? Bewusst sein.

Mut
Eine aufgesetzte Fassade oder Maske - vortäuschen und eine Rolle spielen - um in die Wertvorstellungen Anderer zu passen - um nicht aufzufallen, nicht aus dem Rahmen zu fallen und damit geliebt zu werden - dazu zu gehören. Keine Angst davor zu haben einzigartig, unverwechselbar und außergewöhnlich zu sein. Sich seinen eigenen Werten bewusst sein - und zu sich und seiner Persönlichkeit stehen. Echt sein.

Eigenverantwortung
Wofür stehe ich und was will ich erreichen? Wie treffe ich Entscheidungen und wie verhalte ich mich? Von wem und wessen Meinung, wessen Urteil bin ich abhängig? An welchen Glaubenssätzen orientiere ich mich? Hinterfrage ich diese? Abhängigkeiten lösen.

Akzeptanz
Animiere ich andere dazu, ein Plagiat von mir zu schreiben? Will ich Andere ändern, so dass sie mir ähnlich werden? In meine Wertvorstellungen passen? Oder akzeptiere ich andere und genieße ich die Unterschiedlichkeit? Andere sein lassen wie sie sind.


Wenn ich einen roten Faden für mein Buch habe, mir meiner Vision, meiner Ziele und meiner Werte bewusst bin, klar bin - ich bin -, eine innere Stärke aufbaue - wird mein Leben leicht und frei. Mir treu sein. Entwickeln wir frei unsere phänomenalen Persönlichkeiten.

(c) Sabine Schmeller für fan-manufaktur - Das WIR zukunftsbefähigen. Die Organisation für Unternehmensexzellenz.