Mein Kunstwerk - und ich bin der Künstler



...Tag um Tag, Woche um Woche, Jahr um Jahr... Ich bin da. Ich existiere. Ich funktioniere.

Immer mehr von uns fühlen sich zunehmend gereizt, ausgelaugt, überfordert. Stress und Überlastung gehören mittlerweile schon wie selbstverständlich zu unserem Alltag. Mehr Aufgaben, mehr Arbeit, weniger Zeit. Sogar unsere Freizeit ordnen wir mittlerweile in die "Stresskategorie" ein. Unsere Umwelt fesselt uns in einem permanenten und gefühlt nie endenden Leistungsdruck. Du kannst alles machen. Selbstverwirklichung - wir können alles erreichen. Stimmt das? Sind wir wirklich diese Selbstverwirklichungsjunkies oder werden wir systematisch in die Opferrolle eines Selbstmaximierers gedrängt?

Dieser permanente Erwartungsdruck führt uns in eine toxische Dauerunzufriedenheit. Immer höher. Immer weiter. Immer besser. Wieso tun wir uns das an? Lassen uns verunsichern? Machen uns Gedanken darüber, was andere denken könnten. Sagen "ja", weil wir denken ja sagen zu müssen. Sagen "ja", weil wir denken damit anderen zu gefallen. Sagen "ja" um dann kein schlechtes Gewissen zu haben. Tun Dinge, weil es andere auch tun. Nicht, weil es uns gut dabei geht. Nicht, weil unser Herz es wünscht. Nicht, weil es unser Traum ist.

Wir tun es, weil wir denken, dass es von uns erwartet wird. Weil es sich in unserer Gesellschaft so gehört. Weil es einfacher ist. Weil wir uns dann nicht rechtfertigen müssen. Weil wir nicht stark genug sind unser eigenes Ding zu machen. Weil wir uns selbst nicht vertrauen. Weil uns die Kraft fehlt auf unser Herz zu hören. Weil es weniger anstrengend ist mit dem Strom zu schwimmen. Wir richten uns nach unserem Umfeld. Mainstream. Eine Gesellschaftsentscheidung müssen wir nicht begründen. Eine Gesellschaftsentscheidung ist bereits von allen akzeptiert. Wir alle wissen - es ist einfacher ein Bild zu kaufen, als ein Bild selber zu malen. Für unserer eigenes Kunstwerk benötigen wir ja auch eigene Ideen, eigene Leidenschaften, eigene Bilder. Individualität. Mut. Glauben. Wir müssen in uns klar sein, was wir wollen. Wohin wir wollen. Was uns gut tut. Wer wir sind. Und das ist Arbeit. Diese können wir uns sparen, wenn wir bereits Gedachtes ungeprüft übernehmen.

- Auch das kann gut für uns sein. Zumindest einfacher. Die Frage ist: Möchte ich ein von anderen vorgegebenes Leben leben? Oder mein eigenes?

Dieser Druck, den wir uns selbst auferlegen, entsteht nicht durch die Gesellschaft an sich, sondern durch die Bedeutung, die wir ihr beimessen. Warum bedeutet es uns so viel, was andere von uns denken? Warum reihen wir uns ein... in diese Norm... ? Warum geben wir unseren Pinsel ab und lassen andere unsere Bilder malen?

Unsere Selbstbestimmtheit und unsere geistige Flexibilität sind ausschlaggebend dafür, ob wir uns immer wieder neue Perspektiven generieren oder ob wir stehenbleiben.

Wenn wir von unseren inneren Anteilen profitieren möchten, müssen wir lernen auf sie zu hören. Sie alle wahrzunehmen. Auch die vielleicht kritischen oder negativen Stimmen. Werde ich noch allem gerecht? Was könnten die Eltern sagen? Was denken die Nachbarn von mir? ... und meine Freunde? Passe ich dann überhaupt noch in mein Umfeld? Um eine für uns passende Entscheidung treffen zu können, müssen wir mit unserem inneren WirrWarr einen Kompromiss bilden. Es gilt abzuwägen. All das was in uns passiert, unsere Aufmerksamkeit sucht, ist in irgendeiner Weise gut für uns. Hinter jedem Anteil - egal ob er Förderer oder Verhinderer unserer momentanen Entscheidung ist - steckt eine positive Absicht.

Diese Absicht zu erkennen, anzuerkennen, zu respektieren und in Deine Entscheidung, in Deinen Rahmen aufzunehmen, macht Dich zu einem großen Künstler. Zu einem Künstler, der nicht die Werke anderer abmalt und kopiert und diese als sein eigen nennt. Sondern zu einem Künstler, der frei ist, fühlen darf - ein Künstler, der sich selbst sein kann und Großes bewirkt. Nur Du selbst kannst diese positive Absicht Deiner Gedanken erkennen. Nur Du selbst kannst Deinen Weg finden. Vertraue Dir. Du bist frei in Deiner Entscheidung. Du bist frei bei der Gestaltung Deines Lebens, frei in der Gestaltung Deines Kunstwerkes.

Nur Du selbst weißt, was gut für Dich ist. Höre auf Dich. Höre auf Dein Herz.

Sei Du. Lebe DEIN Leben.



(c) Stefanie Löffler für fan-manufaktur - Das WIR zukunftsbefähigen. Die Organisation für Unternehmensexzellenz.